Germanistik in Festschriften von den Anfängen (1877) bis 1973

Verzeichnis germanistischer Festschriften und Bibliographie der darin abgedruckten germanistischen Beiträge
Edited by Ingrid Hannich-Bode
31 January 1976
452 pp
Formats:
Hardback: 978-0-85457-072-0
Description: 

'Die Verzweiflung aller Bibliothekare und Bibliographen', 'die letzte Peinlichkeit im Leben jedes gelehrten Jubelgreises', 'eine Grabstätte der Wissenschaft': mit solchen und ähnlichen, nicht eben freundlichen Umschreibungen hat man den Typus der Festschrift bedacht. Aber die Festschriften sind nicht mehr aus der Welt zu schaffen – schon gar nicht aus der Welt der Germanistik. Sie zählen anerkanntermassen zum Bestand wissenschaftlicher Litearatur. Das 1950 gegründete Institute of Germanic Studies der Universität London sah von Anfang an in den Festschriften ein wichtiges Spezialgebiet, das es zu sammeln galt. Über 500 Festschriften sind heute auf den Regalen für den Forscher greifbar.
Im 12. Band der Zeitschrift German Life & Letters gab Dr. Pick, erster Bibliothekar des Instituts, 1959 sein Vorhaben bekannt, die von ihm aufgebaute Sammlung des Instituts wie auch die in anderen Bibliotheken der Universität London vorhandenen Festschriften bibliographisch aufzuschlüsseln. Im September 1967 bat Paul Raabe brieflich um Auskunft über den Stand unserer Arbeit. Eine Erfassung germanistischer Festschriften sei für die von ihm betreute Reihe der 'Repertorien zu deutschen Literatur Geschichte' in Vorbereitung. Um Doppelarbeit zu vermeiden, wurde der grundsätzliche Beschluss zur weiteren Zusammenarbeit gefasst. Das Institut beschränkte sich fortan auf Festschriften, die ausserhalb des deutschen Sprachgebiets erschienen waren, und Maurice O’C. Walshe, Vize-Direktor des Instituts, übernahm die Aufgabe, germanistischen Beiträgen in denjenigen Festschriften nachzuspüren, die Nicht-Germanisten gewidmet sind. Bis Juli 1972 hatte Ingrid Hannich-Bode bereits die von Siegmund Heidelberg im Auftrag der 'Repertorien' begonnene Kartei übernommen. Die Definitionen wurden jetzt schärfer umrissen, Begrenzungen als notwendich erkannt und vereinbart. Als Robert Pick 1967 starb, hatte er die letzte Phase des Projekts, die sieben Jahre anglo-deutscher Zusammenarbeit, nicht mehr erlebt. Möge der Name des Mannes, der von nunmehr einem Vierteljahrhundert die Initialzündung gab, auch dem künftigen Benutzer der Germanistik in Festschriften gegenwärtig sein.